Hat Fährhof mit Quasillo nach Jahren des wartens nun einen neuen Acatenango?

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Ich meine schon denn wie der Fuchshengst Quasillo bei seinen letzten Auftritten in München und Hannover die Konkurrenz dominierte war schon beeindruckend. Beim Debut in München canterte Quasillo immerhin keinen geringeren als den bis dahin aktuellen Derbyfavoriten Shimrano locker ab. Als Lebensdebutant und über reichliche 2200 m eine Spitzenleistung. Es offenbarte sich zudem schon in diesem Rennen, dass Quasillo über ein sehr solides Nervenkostüm verfügt und Quasillo sich im Rennen wunderbar verstecken/dirigieren lässt. So wurde Quasillo nach einem Rennen auf warten auch erst in der Zielgeraden eingesetzt, um mit dem nötigsten Einsatz leicht Shimrano zu bezwingen.

Das Quasillo in die Hufstapfen seines Großvater Acatenango treten wird, ist nach dem Bavarian Classic in Hannover wohl eine Tatsache.

Die Gruppe III Prüfung wurde in diesem Jahr aufgrund einer Großveranstaltung in München nach Hannover ausgeliehen. Das Bavarian Classic gilt als eine der wichtigsten Derby-Vorprüfungen, da die geforderten 2000 m schon einigen Aufschluss über das Stehvermögen der Aspiranten geben. Hier wirkte aber die Teilnahme von Quasillo schon mehr als abschreckend auf die Gegnerschaft, so dass lediglich sechs Teilnehmer bereit waren, ihre Klinge mit Quasillo zu kreuzen. Als Hauptgegner von Quasillo war Ajalo nach seinem großartigen zweiten Platz im Dr. Busch-Memorial zu Karpino schnell gefunden. Die Frage konnte eigentlich nur lauten wer den dritten Rang belegen würde. Da es im Bavarian Classic sechs Gelder gab, musste auch keine Starter mit leeren Händen die Heimreise antreten.

Quasillo dominierte schon in Führring die Konkurrenz.

Der Hengst sah einfach fantastisch aus! Ein schönes mittelgroßes Model, kochentrocken und mit einer Seelenruhe ausgestattet, wie sie bei jungen Hengsten selten anzutreffen ist. Quasillo ist ein echtes Rennpferd auf den ersten Blick!

quasilo6Das sahen wohl auch die Zuschauer und Wetter so die mit 18.000 Besuchern sehr zahlreich zu diesem tollen Renntag gekommen waren. Sicher wollten viele auch einmal den voraussichtlichen Derbysieger 2015 live erleben. So kam es dann auch, dass Quasillo als sich die Startboxen öffneten, zu einer Siegquote von 15:10 auf die Reise ging. Hier bekam der Fuchshengst von Jockey Eduardo Pedroza wie erwartet das ruhige Rennen am Ende des Feldes serviert. Quasillo ging für das Auge einfach fantastisch und so hatte man als Betrachter zu keinem Zeitpunkt des Bavarian Classic´s den Eindruck, dass für Quasillo etwas anbrennen könnte. Als die Teilnehmer dann die Zielgerade erreichten fertigte Quasillo nur mit den Händen geritten die hart angefassten Mitstreiter in überlegener Manier ab.

Sollte es noch Zweifel an der Klasse von Quasillo gegeben haben hat das Bavarian Classic sicher auch den letzten Schwarzseher überzeugt.

Im Gestüt Fährhof wird man sich wohl auch die Hände gerieben haben!

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Quasillo! Der Sieger im Bavarian Classic.

Ist Quasillo doch wie ein Deckhengst gezogen. Hier dürfte der junge Hengst nach einer erfolgreichen Rennkarriere vor einer erfolgreichen Beschälerlaufbahn auf dem Fährhof stehen. Sein Vater Sea The Stars war selbst ja schon eines der besten Rennpferde aller Zeiten. Auch als Deckhengst hat sich Sea The Stars der im Aga Khan Stud für € 125.000 seine Dienste anbietet bereits furios eingeführt. Man denke in diesem Zusammenhang nur an Sea The Moon der 2015 das Deutsche Derby gewann und bis zu seinem leider viel zu frühen Karriereende den deutschen Galopprennsport dominierte. Aber auch die Gruppe I Siegerinnen Taghrooda und Vazira seien in diesem Zusammenhang erwähnt. Mit den Spitzenstute Urban Sea hat Quasillo über Sea The Stars keine geringere als die Mutter von Galileo dem Jahrhundertvererber in seiner nächsten Verwandtschaft. Urban Sea zeichnet auch als Mutter des in Fährhof aufgestellten Black Sam Bellamy verantwortlich, womit sich der Kreis wieder schließt. Mit diesem Pedigree dürfte sich Quasillo ausgezeichnet als Stallion vermarkten lassen. Es bleibt zu hoffen, dass Quasillo das Fährhofer Stallion Rooster ergänzt und nicht wie im Jahr zuvor Sea The Moon im Ausland aufgestellt wird. Sein Blut würde der Zucht hierzulande sicher gute Dienste erweisen.

Cape Cross und sein Sohn Sea The Stars dominieren das Deutsche Galoppderby 2015.

Gerade Cape Cross ist bei vielen Züchtern etwas in Vergessenheit geraten. Zu unrecht den Cape Cross steht zu einer Decktaxe von nur € 20.000  für ausländische Verhältnisse sehr bescheidenen Summe zur Verfügung. Seine Referenzen als Sire sind dagegen mit Produkten wie Sea The Stars unbestritten.  Cape Cross kommt auch über Karpino wieder ins Spiel wenn es um den Sieger für´s Deutsche Galoppderby 2015 geht. Mit Guignol hat Cape Cross ein weiteres heißes Eisen um den Derbysieger 2015 im Feuer. Somit könnte das Deutsche Galoppderby zu einer Familienangelegenheit für Cape Cross und Sea The Stars werden. So mancher Züchter dürfte dann wieder auf Cape Cross aufmerksam werden. Es bleibt also weiter spannend, bevor sich am 05.07.2015 die Boxen zu Deutschen Derby öffnen.

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