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Der Preis der Winterkönigin ist ein noch junges Rennen.

Bourree

Bourree siegt im Preis der Winterkönigin 2014

Im Vergleich zu vielen anderen Saisonhöhepunkten kann der Preis der Winterkönigin erst auf eine junge Geschichte zurückblicken. Der Preis der Winterkönigin wurde als Gegenstück zum Preis des Winterfavoriten geschaffen, welcher doch recht eindeutig von den Hengsten dominiert wird, obwohl auch einige Stuten in der Siegerliste stehen. Der Preis der Winterkönigin ist nur für Zweijährige Stuten offen wie der Name ja bereits vermuten lässt. Das Rennen selbst wurde 1959 in Mühlheim a. d. Ruhr zum ersten mal ausgetragen. Mit dem Niedergang dieser sehr schönen Galopprennbahn fand der Preis der Winterkönigin 2004 in Baden Baden eine neue Heimat. Seit 1973 wird der Preis der Winterkönigin über die Meile ausgetragen. Zuvor führte die Distanz über 1400 Meter. Der Preis der Winterkönigin ist inzwischen dem Status als Listenrennen entwachsen und wird seit 2001 als Rennen der Europa-Gruppe 3 ausgetragen. Die Zweijährigen Stuten gehen mit 58 kg Gewicht in diese Prüfung. Die erste Siegerin im Preis der Winterkönigin war 1959 Ankerkette. Ihr folgten in der Zwischenzeit viele großartige Stuten die inzwischen auch in der Zucht Ihre Spuren hinterlassen haben wie Ordinale, La Colorada, Alte Zeit, Well Known, Quebrada oder Night Lagoon die gerade ganz aktuell ist, um nur einige zu nennen.

Der Preis der Winterkönigin hat einen hohen Stellenwert.

Für jeden Besitzer einer hochklassigen Vollblutstute ist ein Sieg im Preis der Winterkönigin ein ganz besonderes Highlight! Hat er doch über die Wintermonate die Stutenkönigin im seinem Besitz. Der Zuchtwert sowie der finanzielle Aspekt spielen natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle. So werden für die Siegerin im Preis der Winterkönigin nicht selten Kaufangebote im hohen 6-stelligen ja sogar im Millionenbereich abgegeben. Da möchte natürlich jeder Besitzer und Trainer die Siegerin im Preis der Winterkönigin stellen.

Betrachten wir daher einmal das aktuelle Starterfeld im Preis der Winterkönigin 2014.

Es fällt auf das der Stallion Soldier Hollow sich mit den Stuten Weichsel, Nymeria und Maha Kumari besonders aussichtsreich positioniert hat! Er selbst war ein eisenhartes Rennpferd und vierfacher Gruppe 1 Sieger! Soldier Hollow gewann von 2-7 Jahren Stakes Rennen was eine echte Ausnahme ist. Soldier Hollow wird deshalb nicht ohne Grund als härtester Spitzengalopper der jüngeren deutschen Turfgeschichte bezeichnet.

Soldier Hollow

Soldier Hollow ist zur Zeit wohl der beste Stallion der in Deutschland steht!

Auch als Vererber ist Soldier Hollow Spitzenklasse. Brachte Soldier Hollow doch bereits mit Pastorius einen internationalen Spitzengalopper und Derbysieger sowie den auf Gruppe 1 erfolgreichen Ivanhowe der unlängst den "Grossen Preis von Baden"(G1) gewann. Aber auch Produkte wie Kassiano, Dessau, Ars Nova oder Dabbitse legen für Ihren Vater Ehre ein. Soldier Hollow vererbt sowohl Frühreife als auch Stamina. Seine Nachkommen gewinnen sowohl auf der Meile als auch auf der Derbydistanz von 2400 Metern.

 

 

 

Die Teilnehmerinnen im Preis der Winterkönigin 2014

Amabelle:

Die junge Stute stammt vom Spitzenvererber Danehill Dancer aus der Antonym (Bahri). Beim ersten Start in Preis des Gestüt Etzean "Winterkönigin Trial" in Baden Baden über 1500 Meter rund 2 Längen geschlagen zur Siegerin Winnemark und der zweitplatzierten Bailley. Das war schon eine gute Form. Dann kam in Köln ebenfalls im Winterkönigen Trial(L) über 1500 Meter die zu erwartende Steigerung als knapp geschlagene Dritte zur Siegerin Weichsel und etwas zu spät eingesetzten Rose Rized nur eine halbe Länge geschlagen. Amabelle sollte also durchaus mit Chancen unterwegs sein, auch wenn ich nicht an einen Sieg glaube. Für den dritten Platz könnte es aber mit etwas Steigerung wieder reichen.

Amona:

Stammt von Aussie Rules aus der Abbasharjah (Tiger Hill). Der Trainer Andreas Löwe gilt als echter Stuten-Fuchs und hat im Preis der Winterkönigin schon oft aufgetrumpft! Mit Amona sieht es diesmal aber nicht unbedingt sehr einfach aus. Sie wurde zuletzt beim Debut im Preis der Landesjägerschaft Niedersachsen in Hannover Dritte rund 6 Längen hinter der heutigen Gegnerin Darasita. Da wäre eine Platzierung in der ersten Hälfte des Starterfeldes schon ein Erfolg.

Bourree:

Die junge Stute Bourree könnte zum Zünglein an der Waage werden. Stammt Sie doch von Siyouni der zweijährig immerhin den Prix Jean-Luc Lagardere Gr.1 gewinnen konnte. Er ist allerdings als Stallion noch weitgehend unbekannt.

Bourree

Bourree ist Winterkönigin

Nach eher weniger überzeugenden Debut lief Bourree als Zweite zu Sherlock im Preis des Porsche Zentrum in Köln ein großes Rennen. Sherlock gelang letzte Woche ja der zweite Platz im Preis des Winterfavoriten! Bei Bourree ist also Vorsicht angebracht. Die Stute ist mit guten Chancen unterwegs.

Darasita:

Zuletzt überlegene Siegerin in Hannover mit rund 6 Längen Vorsprung auf Amona! Mehr als gewinnen konnte die junge Stute nicht. Die Zweitplatzierte hat inzwischen auch gewonnen doch ist der Wert des Sieges aus Hannover nur sehr schwer zu taxieren. Sie stammt von Tiger Hill aus der Darakshaana (Barathea). In der nächsten Verwandtschaft finden sich zahlreiche Klassepferde. Bei Darasita ist alles möglich.

Desiree Clary:

Auch Sie ist enorm schwer einzuschätzen! Siegte beim Debut in Strasbourg über 2000 Meter leicht mit 4 Längen. Sie ist über Tamakh gerechnet mit sehr guten Chancen unterwegs. Der Vater ist Sholokov und die Mutter Dynamica stammt vom hoch bewehrten Mutterstutenvererber Dashing Blade. Sie hat durchaus das Potenzial zu Toto-Schocker.

Maha Kumari:

Die junge Stute gab ein ausgezeichnetes Debut als Siegerin im BBAG Auktionsrennen im Köln über 1300 Meter gegen Event Mozart und Dashing Home. Dann lief es über kurze 1200 Meter im BBAG Auktionsrennen Iffezheim nach einem Rennen aus dem Vordertreffen als Dritte nicht ganz so gut. Die Siegerin war die heutige Konkurrentin Peace of Paradise! Maha Kumari stammt von eingangs ja schon ausführlich vorgestellten Vererber Soldier Hollow.  Die Mutter Muriel von Fath.  Sie ist sicher nicht ohne Chancen unterwegs wenn auch nicht als Top Favoritin.

Ma Marie:

Stammt vom Stallion Champs Elysees aus der Medinella von Pivotal. Der Vater Champs Elysees war ein hochklassiger Galopper, kam allerdings erst spät so richtig auf Touren. Fazit sehr gut gezogen aber ein großes Fragezeichen.

Nymeria:

Nymeria

Die Soldier Hollow Tochter hatte ein ganz unglückliches Rennen!

Stammt ebenfalls wieder von Spitzen Stallion Soldier Hollow aus der Winterkönigin Narooma! von Silver Hawk. Besser kann eine Starterin im Preis der Winterkönigin kaum gezogen sein. Siegte beim Debut in Mühlheim leicht mit einer Länge gegen Peace of Paradise und mit dreieinhalb Länge Vorsprung auf Rose Rized. Dann beim zweiten Start leichte Siegerin im BBAG Auktionsrennen in Dortmund. Nymeria braucht immer etwas bis Sie auf Touren kommt, doch dann rollt die Stute unwiderstehlich durchs Feld. Sie ist meine Top Favoritin auf den Sieg im Preis der Winterkönigin.

Peace Society:

Dritte in der "Goldenen Peitsche von Bad Doberan" beim Debut. Dann beim zweiten Start im Kronimus-Rennen in Baden Baden leichte Siegerin nach nicht einmal optimalen Rennverlauf. Stammt von Iffraaj aus der Peace Royal (Sholokov). Peace Society ist mit sehr guten Chancen auf den Sieg unterwegs.

Pearl Diamond:

Eine der größten Außenseiterinnen im Feld. War bei zwei Starts bisher zwar nie weit geschlagen, aber hier sieht es noch ein ganzes Stück schwerer aus. Stammt von Areion aus der Pretty Su (Surumu).

Rose Rized:

Für mich ganz weit vorne zu erwarten! Beim Debut in Mühlheim noch unweit geschlagen Dritte zu Nymeria. Dann beim zweiten Start im Winterkönigin Trial in Köln (L) ganz knapp von Weichsel geschlagen. Rose Rized lief aber ausgezeichnet und hätte das Rennen einen Galoppsprung weiter gewonnen! Die Authorized Tochter aus der Rosenreihe ist eine echte Siegkandidatin.

Weichsel:

Die junge Soldier Hollow Tochter hat bisher in Ihrer Karriere nicht verkehrt gemacht. Weichsel wird wohl als Favoritin ins Rennen gehen. Sie siegte beim Debut wurde aber wegen Behinderung auf den vierten Platz gesetzt. Beim 2. Start dann erfolgreich gegen Rose Rized und Amabelle im Winterkönigin Trial (L). Die Mutter von Weichsel ist die ebenfalls im Preis der Winterkönigin siegreiche Well Known! Ein ganz heißes Eisen.

Winnemark:

Die junge Stute Winnemark ist für mich ein Geheimtipp auf den Sieg im Preis der Winterkönigin. Von Start zu Start groß gesteigert geht Winnemark mit guten Chancen auf die Reise.

Winnemark

Winnemark lief Ihre Form in der Winterkönigin aus.

Beim Debut noch Dritte in Krefeld aber anschließend erfolgreich im Winterkönigin Trial in Iffezheim. Die Lando Tochter gehört auf jeden Wettschein.

So jetzt noch kurz vor dem Start ein kleiner Tipp:

Wie schon letzte Woche der Preis des Winterfavoriten gezeigt hat ist in solchen Rennen alles möglich!

Ich gehe mit Nymeria und Rose Rized sowie Winnemark.

 

 

Nachtrag zum Preis der Winterkönigin 2014

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten!

Das Rennen selbst ist schnell erzählt. Weichsel war bereits vor dem Rennen geschlagen. Sie hatte einen ganz miesen Tag und war schon an der Startstelle schlecht aufgelegt. Das gesamte Rennen über befand Weichsel sich in hinteren Regionen. Diesen Start kann man getrost streichen. Bereits kurz nach dem Start setzte sich Amabelle gefolgt von Bourree und Nymeria an die Spitze. Dahinter folgten Winnemark und Maha Kumari. An dieser Reihenfolge änderte sich auch bis zum erreichen der Zielgeraden nichts. Als dann die Kandidatinnen wie in Baden Baden üblich beim einbiegen auf die Zielgeraden nach aussen beordert wurden, lief Winnemark Nymeria voll in die Spur und Nymeria verlor völlig Ihre Aktion. Da die Stute eh immer etwas  Zeit benötigt bevor Sie ins Rollen kommt war das schon die Vorentscheidung. Nymeria faste dann aber noch einmal gut Tritt, bevor Sie dann durch die vor Ihr galoppierenden Amabelle und Bourree den Weg versperrt fand. Bei einem glatten Rennen wäre Nymeria wohl immer unter den ersten Drei im Kampf um den Sieg dabei gewesen. So setzte sich aber Bourree in einem dramatischen Finish gegen Desiree Clary durch, die auf der Mittelspur durchs Feld segelte. Auch Winnemark lief als Dritte das von mir erwartet gute Rennen. Rose Rized hatte auf der Zielgeraden auch einiges gegen sich und scheiterte ebenfalls am Rennverlauf. Da auch Sie mehrfach neu ansetzen musste. Die junge Stute wird aber in Zukunft Ihren Weg gehen. Die Siegerin Bourree zeigte mal wieder das in Stutenrennen und in Zweijährigenrennen alles möglich ist. Die Form stand aber über Sherlock wie ich ja bereits in der Rennvorschau geschrieben hatte. Auch Desiree Clary entsprach genau der Form über Tamakh wie oben beschrieben. Der Einlauf im Preis der Winterkönigin lautet also: Bourree-Desiree Clary-Winnemark.

Die Fotos und Texte der Bilder wurden nach dem Rennen im Beitrag ergänzt!

Superdreierwette mit Garantieauszahlung für mich der Aufreger des Tages!

Das der Preis der Winterkönigin mit 12 Teilnehmerinnen an sich schon nicht einfach zu treffen war, ist jetzt wohl auch dem letzten klar! Die Dreierwette wurde nämlich nicht getroffen. Es ist aber auch für mich eine unverständliche Maßnahme im Hauptrennen des Tages viele Wetter so vor den Kopf zu stoßen und nur Dreierwetten mit einem Grundeinsatz von 3,00 Euro zuzulassen. Hat man nicht ohnehin schon mit Besucherschwund und rückläufigen Umsätzen zu kämpfen? So werden auch noch die letzten treuen Wetter Ihrer Freude an der Dreierwette beraubt.

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Selbst wenn man die richtigen Pferde auf 6 Teilnehmerinnen beschränken konnte brauchte es schon eine Menge Geld um diese Wette dann für 3,00 Euro Grundeinsatz richtig auf den Wettschein zu bekommen. Mit dem sonst üblichen 50 Cent je Wette wäre das Rennen sicher mehrfach getroffen worden. Da darf wohl die Frage erlaubt sein, ob man neben dem Galopprennsport an sich nun auch noch das Pferdewetten zu einer elitären Angelegenheit machen möchte! Von mir aus auch Super Dreierwette a´ 10 Euro je Wette aber bitte mit Alternativen für die Wetter, die sich so etwas nicht leisten können oder spielen möchten! Die Bevormundung bei den Wetteinsätzen und das gerade in den Hauptrennen ist absoluter Unfug. So gibt jeder ernsthafte Wetter ein paar kleine Dattel- Wetten ab, statt wie sonst gewohnt munter darauf los zu kombinieren. Die Neulinge dürften sich bei 3,00 Euro Grundeinsatz angesichts der Chancen dann wohl auch lieber der Platzwette oder Siegwette zuwenden. Zum Dank das sie mit ihren Wetten den Galopprennsport am Leben erhalten, werden dann noch die Stammwetter mit der Superdreierwette aus dem Rennen getrieben.

Hals & Bein

Marcell Pargmann